Hubertusmesse in St. Urban in Schonach

Die Hubertusmesse in St. Urban in Schonach wird von Bläsern aus Donaueschingen begleitet.

12.11.2017

Um den 3. November herum, dem Fest des heiligen Hubertus, erklingen nach alter Tradition in vielen katholischen Kirchen die Jagdhörner. Schließlich gilt der Heilige als Patron der Jäger und Reiter. In diesem Jahr hatten sich die Bläsergruppen der Hegeringe Triberg und Donaueschingen zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes in Schonach bereit erklärt.

Im Vorfeld hatten die Jäger den Altarraum mit Tannen, Birken und Blumen geschmückt. Auch das Hirschgeweih mit dem Kreuz fehlte nicht. Der festliche Einzug in die Barockkirche St. Urban wurde ebenso wie der Auszug vom Triberger Ensemble auf der Orgelempore unter der Leitung von Hubert Duffner musikalisch umrahmt. Die Bläser aus Donaueschingen ließen im Altarraum unter der Regie von Uwe Stockbauer mehrere Stücke aus der Hubertusmesse von Reinhold Stief erklingen, angefangen vom Hubertusmarsch über das Waidmannsheil und den Waldchoral bis hin zum Waldtreiben. Die Gemeindelieder wurden auf der Orgel von Josef Spath begleitet.

Pfarrer Andreas Treuer erzählte den Gläubigen die Geschichte des leidenschaftlichen Jägers Hubertus, der in Lüttich von 655 bis 728 lebte. Nach der Legende war die Jagd sein einziger Lebensinhalt. Sein Leben nahm eine Wendung, als ihm ein Hirsch begegnete, in dessen Geweih ein Kreuz leuchtete. „Mitten im Wald, im Dickicht seines Lebens, hatte Hubertus eine Gottesbegegnung und änderte sein Leben“, sagte der Pfarrer.

Er erinnerte die Kirchenbesucher daran, dass sie aus dem Dickicht des Alltags in den Gottesdienst gekommen seien, um Jesus zu begegnen. Die Jäger machte er auf die Bewahrung und Pflege der Schöpfung aufmerksam, die zu ihrem Auftrag gehöre. „Wir alle sind eigentlich auch Jäger und jagen unserem Vergnügen und vielen Konsumgütern nach“, stellte Andreas Treuer fest, um dann die Gläubigen zu ermahnen, sich auf die Worte Jesu zu besinnen.

Die melodischen Klänge der Hörner machten einen tiefen Eindruck und erleichterten die Besinnung auf das Wesentliche. Zum Schluss wurden die Bläser mit dankbarem Beifall belohnt.

Erstellt am 12.11.2017
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