Die Welt unter dunklen Bäumen

Tierspuren findet man überall, wenn man die Augen offen hält: Förster Michael Rombach zeigte den Kindern beim Ferienprogramm, worauf man achten muss

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Beim Behahof im Hexenloch war der Start: "Jagdgefühle im Hexenloch", so die Ankündigung im Sommerferienprogramm, galt es zu entdecken. Förster Michael Rombach tauchte gleich mit einer großen Gruppe in den dunklen Mischwald im Hexenloch ein. Vor allem Kinder, aber auch einige Erwachsene, zeigten Interesse daran, was der Wald-Experte ihnen wohl zeigen würde. 
Steil bergan ging es zunächst, und die erste Aufgabe für die Kinder war es, Tiersilhouetten zu entdecken und zu benennen, die der Forstmann zum Teil gut getarnt angebracht hatte. Nur einer schaffte es, tatsächlich alle neun Tiere auszumachen. Und weiter ging es mit Spuren von echten Tieren, auch wenn diese selbst sich rar machten: Rombach zeigte Hinweise auf die verschiedenen Tiere, die man sonst gar nicht wahrnimmt: Ein Dachsbau, unscheinbarer als erwartet, oder der Eingang zu einem wahrscheinlich längst verlassenen Fuchsbau, aber auch ein kaum erkennbares "Lager", eine Stelle, an der sich ein Reh zum Ruhen niedergelassen haben musste. Oder wer weiß schon eine "Fegestelle" zu deuten, Abschürfungen an einem Ast, die darauf hindeuten, dass ein Rehbock sein Gehörn daran gerieben hat, um die "Basthaut" nach Abschluss der Gehörnbildung im Frühjahr loszuwerden. Viele kleine Geschichten wusste Rombach, auch wenn es nicht immer nur um Tiere ging: Wer kann zum Beispiel heute noch sagen, wie einst das Feuermachen mit Hilfe eines "Zunderschwamms" funktionierte, wie die Kinder einen am Wegrand fanden? 
Besonders viel Eifer zeigten die Kinder auch, als es darum ging, Knochen von Waldtieren zu finden. Und aus einem gefundenen Rehunterkiefer verteilte Michael Rombach an alle, die einen wollten, Rehzähne als etwas makabres Mitbringsel von einem sehr interessanten Ausflug in eine Welt, die nur wenige Schritte von den üblichen Wegen und Straßen entfernt ist.
Krönender Abschluss des Abends dann schließlich das Grillen an dem mittlerweile vorbereiteten Feuer am Grillplatz. Veranstalter des Ganzen war im Übrigen die Jagdhornbläsergruppe "Oberes Bregtal", von denen sich auch einige Mitglieder mit ihren Instrumenten für einen stilvollen Abschluss eingefunden hatten. Kinder wie Eltern waren sich einig, einen interessanten Abend erlebt zu haben