Kinder erkunden den Wald

Den Wald erleben durften 23 Kinder im Rahmen des Furtwanger Ferienprogramms an den steilen Hängen des Brennerslochs. Revierförster Michael Rombach hatte gemeinsam mit seiner Familie den Waldspaziergang vom Forsthaus Behahof im Hexenloch gut vorbereitet.

  • Südkurier

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Furtwangen – Die Jagdhunde Greif und der einjährige Falk freuten sich mit den Kindern zwischen fünf und 13 Jahren auf den Ausflug ins Forst- und Jagdrevier. Als auch der Uracher Förster Michael Willmann mit Brandelbracke Karo dazustieß, konnte der Waldlauf starten. Pony Lisa, geführt von Manuela Rombach, trug abwechselnd jene Jungen und Mädchen, die vom steilen Anstieg außer Puste waren oder sich auf dem steilen und glitschigen Pfad unsanft hingesetzt hatten.

Vom Grillplatz ging es, dem Wäldersteig nicht unähnlich, an der Westflanke des Brennerslochs durch Hochwald mit mächtigen Fichten und Weißtannen im Zick-Zack steil bergauf. Die Kinderschar wurde von fünf Müttern begleitet, die bei zahlreichen Stopps den Erklärungen der beiden Forstleute so aufmerksam lauschten wie die kleinen Waldläufer. Auch bei Bio-Assen konnte Michael Rombach einen Aha-Effekt auslösen, als er anhand von Rehfährten die Einteilung der Huftiere in Paarhufer und Nicht-Paarhufer erklärte. Seinem Adlerauge war auch ein weit kleinerer Waldbewohner nicht entgangen. Gut getarnt mit seiner schwarzen Zeichnung auf ockerfarbigem Grund saß ein Erdfrosch im feuchten Laub. „Über den Winter verkriechen sich Lurche und Frösche in Erdlöcher, die sie erst zur Laichzeit im Frühjahr wieder verlassen.“

Den Unterschied zwischen der Rottanne oder Fichte und der Weißtanne erklärte Michael Willmann. „Der häufigste Nadelbaum ist bei uns die Fichte. Durch ihre kurzen, spitzen und harten Nadeln ist sie für Rehe viel weniger schmackhaft als die Weißtanne mit ihren weichen Austrieben. Deshalb wachsen aus Fichtensamen viel mehr Bäume nach, die den andern das Licht und den Boden wegnehmen.“ Dass die „Tannenzapfen“, in der Gegend auch als Bussel bekannt, in Wahrheit Fichtenzapfen sind, lernten die Mitwanderer so ganz nebenbei.

Während ein Teil der Gruppe auf dem Scheitelpunkt mit Manuela Rombach und Pony Lisa den bequemeren Abstieg über einen Waldweg nahm, stiegen die Jungen mit Michael Rombach direkt einen Steilhang zum Forsthaus hinab. Unterwegs war noch ein riesiger Fuchsbau mit weit im Hang verstreuten Fluchtlöchern zu bestaunen. Unten gab es einen zünftigen Abschluss mit Grillsteaks und Stockbrot, musikalisch dazu aufgefordert durch die Jagdhorn-Bläsergruppe des Hegerings Oberes Bregtal.