Sechs Jahrzehnte Hegering Blumberg

Vor wenigen Tagen feierte die Blumberger Jägerschaft 60-jahriges Bestehen des Hegerings im Schützenvereinsheim, diesmal nur im familiären Rahmen.

  • von links: Billy Marfing, HRL Villingen; Dr. Karl Preis, Ehren-HRL Blumberg; Fritz Kurz (stv. HRL Blumberg und Dr. Ekkehard Jeserich, HRL Blumberg

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In der Festansprache zeigte Hegeringleiter Ekkehard Jeserich den Werdegang der Vereinigung auf: 1949 im historischen Jahr der Wiedererlangung der Stadtrechte für Blumberg gründeten 12 Jäger mit Bäckermeister Kurt Knöpfle den Hegering Blumberg.
Erster Hegeringleiter sei der unübertroffene Waidmann und Oberforstwart Georg Glocker aus Hondingen geworden, der u.a. 20 Jahre lang Jäger ausbildete und 22 Jahre Wachtelhunde gezüchtet habe. Nach 11 Jahren sei Felix Baier, Betriebsleiter der Lauffenmühle, nachgerückt. Schon 1963 habe wieder Knöpfle den erkrankten Baier abgelöst, bis in Dr. Karl Preis ein würdiger Nachfolger gefunden wurde. 17 Jahre später 1990, sei Manfred Bouillon für 15 Jahre gefolgt. Als mit ihm, so Jeserich, 2005 ausgerechnet ein Schwabe gewählt wurde, obwohl vorher die Parole umlief: „wählet jo nit de Schwob", seien nicht nur er überrascht gewesen. Als 1984 erstmals alle Blumberger Reviere gleichzeitig verpachtet wurden, seien ausschließlich einheimische Jäger zum Zuge gekommen. Dies sei auch heute überwiegend so geblieben. Jäger die hier leben und meist aufwuchsen", so der Hegeringleiter, konnten laufend und auch kurzfristig im Revier präsent sein. Diese Bodenständigkeit der Jäger biete gerade bei der Vermeidung und Regelung von Wildschäden , aber auch für den lebendigen Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung unverzichtbare Vorteile. 25 der etwas über 60 Mitglieder hätten außerdem als Pächter Verantwortung übernommen.
Jeserich:" auch nach 60 Jahren und trotz des zunehmenden Alters unserer Jäger sind die Hegeringversammlungen mit 60 bis 70% anwesender Mitglieder stets stark besucht", dies sei Zeichen eines ausgeprägten Zusammengehörigkeitsgefühls. Eine solche Geschlossenheit zu bewahren, forderte nachdrücklich auch Ehrenhegeringleiter Karl Preis, der es sich nicht nehmen ließ, trotz seines 87. Geburtstages dabei zu sein und in einem bilderreichen , mit vielen Anekdoten gespickten Vortrag Erinnerungen und Heiterkeit auslöste.
„In gemeinsamer Verantwortung für die Wildtiere und die gesamt heimische Natur wollen die Blumberger Jäger auch künftig mit Freude jagen und mit Leidenschaft den öffentlichen Auftrag zur Jagd erfüllen", so Jeserich und Preis unisono.
Das Ausschießen einer Ehrenscheibe anlässlich der 60-iger Feier gewann Hegeringleiter Billy Marfing aus Villingen. Für fast 20-jahrige Tätigkeit als Hegeringstellvertreter wurde Fritz Kurz mit einem Geschenkkorb geehrt. Jeserich hob hervor, wie wichtig
der Erfahrungsschatz und die Besonnenheit von Kurz für seine Entscheidungen immer gewesen seien. Große Anerkennung gab es auch für die Gastfreundschaft des
Schützenvereins unter Jörg Spada, dessen Mitarbeiter für den reibungslosen Ablauf am Schießstand und in der Gaststube sorgten.
Während sich alle ein zünftiges, von Walter Merk zubereitetes Sauessen munden ließen, gestaltete Alleinunterhalter Tony den musikalischen Rahmen und sorgte schließlich dafür, dass die Feststimmung ihren Höhepunkt erreichte und so manches Jägerlied durchs Schützenhaus hallte.